Das Reifegradmodell ist die Grundlage der situativen Führung. Doch viele Chefs und Chefinnen tun sich mit der Einordnung ihres Teams schwer. Die Fragen helfen Ihnen.

Fragebogen

Reifegraddiagnose: Diese Fragen helfen bei der richtigen Einordnung

Bevor Führungskräfte den situativen Ansatz anwenden können, müssen sie zunächst die Reifegrade ihrer Teammitglieder analysieren. Dazu werden im ersten Schritt alle Aufgaben aufgelistet, die eine Person regelmäßig erfüllt. Für jede Aufgabe wird anschließend ein Reifegrad bestimmt.

Insgesamt existieren vier Reifegrade:

Reifegrad 1

Die Tätigkeit kann bei genauer Anleitung und Überwachung ausgeführt werden.

Reifegrad 2

Die Tätigkeit wird weitgehend selbständig mit Erfolg durchgeführt. Eine Anleitung ist noch erforderlich.

Reifegrad 3

Die Tätigkeit wird selbstständig mit Erfolg ausgeführt. Die Präsenz des Vorgesetzten ist nicht erforderlich.

Reifegrad 4

Die Tätigkeit wird allein ausgeführt. Neue Kolleginnen und Kollegen können eingewiesen werden.

Der Reifegrad eines Teammitglieds setzt sich zusammen aus den beiden Faktoren Fähigkeiten (Können) und Motivation (Wollen). Beide Bereiche sollte die Führungskraft im Blick behalten. Damit Sie bei der Diagnose alle Bereiche abdecken, haben die Führungsexperten Iris und Anders Seim von der Beratungsfirma PMC aus Riegelsberg einige Fragen zusammengestellt.

Der Download ergänzt die Titelgeschichte zum Thema Situative Führung aus dem impulse-Magazin (Ausgabe 03/22).

Für wen ist das sinnvoll?

Für alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die situative Führung in ihrem Unternehmensalltag anwenden wollen.

Was bringt’s?

Die Fragen helfen Ihnen dabei, ein Gefühl für den richtigen Reifegrad zu bekommen. Aber Achtung: Es gibt keine festgelegten Grenzen, ab wie vielen Ja-Antworten welcher Reifegrad erreicht ist. Es bleibt immer eine Abwägungsentscheidung.

Was kann ich damit machen?

Sie können den Fragebogen am Computer ausfüllen oder diesen ausdrucken und handschriftlich ausfüllen – wie Sie es gerne möchten. Vielleicht fallen Ihnen auch noch weitere Fragen ein, die Sie ergänzen wollen.

Gibt’s noch einen Tipp?

Machen Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber transparent, dass Sie mit dem Reifegradmodell arbeiten. Am besten nehmen Sie die Einordnung in die vier Stufen gemeinsam vor.