Mister Spex verkauft Brillen online – und jagt alteingesessenen Optikern mit üppigem Werbebudget und Kampfpreisen Marktanteile ab. Kann das Familienunternehmen Aktivoptik, mit 80 Filialen eine der größten Optikerketten im Land, gegen den forschen Herausforderer bestehen?

DIE WICHTIGSTEN FAKTEN:

Diese beiden streiten um den Brillen-Markt.

  • 35 Jahre alt, Betriebswirtin, Marathonläuferin
  • Vorstand für Personal und Vertrieb bei Aktivoptik, einem traditionsreichen Familienunternehmen mit fast 80 Filialen, rund 640 Mitarbeitern und 60 Millionen Euro Umsatz
  • Nach einer Karriere bei einem Pharma-Konzern in Frankfurt heuerte Weißmann 2014 bei dem Mittelständler in ihrer Heimatstadt Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) an, wo sie zunächst Personalchefin wurde
  • 45 Jahre, promovierter Betriebswirt und Gründer mehrerer Unternehmen
  • Seit 2011 Geschäftsführer von Mister Spex; das Start-up erzielte zuletzt 60 Millionen Euro Jahresumsatz und expandiert in Europa
  • Zuvor hat der promovierte Marketingexperte bei der Unternehmensberatung McKinsey und bei Universal Music gearbeitet

Um was streiten die sich eigentlich?

Die beiden Konkurrenten balgen sich um einen höchst lukrativen Markt, der künftig weiter wachsen dürfte. Etwa 6 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für Sehhilfen aus, Tendenz: steigend. Die Bevölkerung wird älter, aber auch junge Leute brauchen öfter Brillen als früher, weil sie den ganzen Tag auf Bildschirme starren. Hinzu kommt der modische Trend zur Zweit-, Dritt- und Viertbrille. Es ist zugleich ein sehr kleinteiliger Markt, der von Mini-Mittelständlern geprägt wird. Trotz großer Ketten wie Fielmann und Apollo sind rund drei Viertel der rund 12 000 deutschen Optikergeschäfte Kleinstbetriebe.

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