Diese Elemente sollten Sie jetzt von Ihrer Startseite schmeißen

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Nicht alles, was Unternehmen auf ihren Startseiten haben, wird dort wirklich gebraucht. Copyright: Photocase.de/knallgrün

Unternehmenswebsites haben meist ein klares Ziel: Kunden überzeugen. Dumm nur, wenn sie voll sind mit Elementen, die gar nicht auf dieses Ziel einzahlen. Weg damit!

So manche Unternehmen gestalten Ihre Website nach dem Motto: Viel hilft viel. Sie bauen alles ein, was sie mal bei anderen gesehen und für gut befunden haben. Doch viele dieser Elemente zahlen überhaupt nicht auf das Ziel der Website ein: Kunden überzeugen. Sie verwirren den Websitebesucher vielmehr oder lenken ihn ab von dem, was wichtig ist.

Gute Webseiten sind übersichtlich, ja: spartanisch. Sie führen den Websitebesucher mit unsichtbarer Hand – und müllen ihn nicht zu.

Diese Elemente sollten Sie daher sofort von Ihrer  Startseite schmeißen:

     

    1. News, News, News

Ihr Unternehmen hat eine neue Maschine angeschafft? Das Sommerfest war ein voller Erfolg? Ihr Unternehmen hat einen Großkunden gewonnen? Ihr Produkt ist nun ISO-zertifiziert?

Glückwunsch, das ist wunderbar. Aber interessiert das Ihre Kunden? Vermutlich nein. Ich behaupte, dass 90 Prozent aller Newsboxen auf Unternehmenswebsites überflüssig sind – zumal dann, wenn die letzte Neuigkeit darin von 2016 ist.

Wenn Sie Ihre Neuigkeiten unbedingt unters Volk bringen wollen, dann packen Sie sie dort auf Ihre Website, wo diese Information auch sinnvoll ist. Die Information über Ihre Maschinenanschaffung kann für Ihre Kunden durchaus relevant sein – zum Beispiel auf einer Angebotsseite, auf der sie erklären, dass Sie mit der neuen Supermaschine deutlich präziser produzieren können als im Markt üblich. Dasselbe gilt für die ISO-Zertifizierung. Falls diese Info für Ihre Kunden relevant ist, dann erwähnen Sie diese dort, wo Sie Sinn ergibt – aber nicht in einer gesonderten News-Rubrik auf der Startseite. Selbst das Firmenfest kann einen Platz auf Ihrer Website finden, etwa auf Ihrer Karriereseite. Für Bewerber kann es ja tatsächlich interessant sein zu sehen, dass bei ihnen nicht nur geackert, sondern auch gefeiert wird.
 

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2. Feeds

Twitter-Feeds, RSS-Feeds, Facebook-Feeds: Feeds aller Art auf Ihrer Website sollten Sie genauso kritisch gegenüberstehen wie Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen: Ist es für Ihre Kunden tatsächlich relevant, was Sie zuletzt getwittert haben? Ist der letzte Tweet vielleicht sogar schon frei Monate alt? Sendet der Feed eine wichtige Botschaft an Ihre Kunden? Nein? Dann runter damit.
 

3. Links auf fremde Seiten

Es ist verrückt: Da hat endlich ein potenzieller Kunde den Weg auf die Unternehmenswebsite gefunden – da schicken manche Webseiten ihn sofort wieder weg. Sie verlinken auf alle möglichen anderen Seiten – dabei sollte es doch das oberste Ziel sein, den Interessenten auf der Website zu halten.

Daher: Überlegen Sie, welche Verlinkungen auf fremde Seiten unbedingt notwendig sind. Und wenn Sie auf den Link nicht verzichten wollen, dann sorgen Sie dafür, dass sich die Seite zumindest in einem neuen Browserfenster öffnet.
 

4. Willkommen!

Zugegeben: Wer regelmäßig diesen Blog liest, der weiß längst Bescheid – und darf diesen Punkt gerne überspringen. Aber: Aufgrund der Tausenden Websites, die noch immer wertvollen Platz (und die wertvolle Aufmerksamkeit der Besucher) darauf verschwenden, erst einmal alle willkommen zu heißen, sei hier noch einmal gesagt: „Herzlich willkommen“ ist KEINE sinnvolle Überschrift für Ihre Website. Sie liefert ihren Websitebesuchern KEINEN Mehrwert. Weg damit!
 

5. Austauschbare, gekaufte Bilder

Eine der wichtigsten Aufgaben einer Website ist Vertrauen aufzubauen. Und welchen Unternehmen vertrauen Menschen? Solchen, die sie kennen, die sie für echt, ehrlich und authentisch halten.

Es gibt daher kaum etwas Schädlicheres auf einer Website als unrealistische 0815-Stockbilder, also gestellte Bilder, die man günstig bei Agenturen kaufen kann. Bilder etwa von wunderschönen Menschen, von denen man sofort weiß: Die arbeiten doch nie im Leben bei diesem Unternehmen. Die sind Fake. (Wer nicht weiß, was er sich unter einem Stockbild vorstellen soll: Hier gibt es eine „schöne“ Sammlung).

Stockbilder sind austauschbar. Ihre Website aber soll zeigen, was Sie einzigartig macht. Wählen Sie also echte Bilder – das Geld, das Sie in den Fotografen investieren, wird sich auszahlen. Und wenn Sie partout auf Stockbilder setzen wollen, dann wählen Sie zumindest ästhetische, realistische Bilder und solche, die nicht schon auf Hundert anderen Seiten zu sehen sind.
 

6. Abgefahrene Flash-Animationen (und alle anderen Elemente, die ans letzte Jahrzehnt erinnern)

Kennen Sie diese Fehlermeldung?

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Sie erscheint bei Menschen, deren Computer keinen Flash Player installiert hat – und das sind immer mehr. Und auf Mobilgeräten wird Flash fast nie korrekt ausgespielt. Flash-Animationen sind daher für viele Websitebesucher ein frustrierendes Erlebnis. Denn selbst wenn sie korrekt zu sehen sind, sorgen sie dafür, dass die Seite langsamer lädt. Für alle, die schnelle Informationen haben wollen, also keine gute Sache.

Auch alle anderen Elemente, die schreien: „Ich bin aus den 90ern“ sollten runter von der Seite: Besucherzähler gehören dazu, aber auch veraltete Schriften wie „Times New Roman“ und Stilelemente wie Schatten, die eher an WordArt erinnern als an modernes Webdesign.
 

7. Alle Elemente, die nicht mobiltauglich sind

Auch wenn es fast jeder schon weiß: Webseiten müssen heute auch auf dem Smartphone oder dem Tablet gut aussehen – und vor allem einwandfrei funktionieren. Schauen Sie sich daher Ihre Seite auf mehreren unterschiedlichen Geräten an. Gibt es Slider, die mobil nicht funktionieren? Text, der unschön in ein Bild reinläuft? Links, die so klein sind, dass man sie auf dem Smartphone kaum trifft? Dann gestalten Sie Ihre Website um. Denn wenn Ihre Kunden mit Ihrer Seite nicht zurechtkommen, sind sie blitzschnell wieder weg.

4 Kommentare

  • Lutz Thiel Antworten

    Der Artikel ist gut auf den Punkt gebracht. Danke, vielleicht steigert dieser Artikel die Überzeugungskraft…

  • Monika Obrist Antworten

    Yes!!! Danke für diesen treffenden und glasklaren Artikel, den ich gern teile, weil ich mir wünsche, dass endlich alle Unternehmer*innen aufhören, Ihre Kund*innen mit diesem sinnentleerten BlaBla zu vergraulen.
    Nicht zuletzt nimmt es mir die Arbeit ab selbst einen Artikel zu schreiben.
    Herzlichen Dank und weiter so

    • Nicole Basel Antworten

      Danke, es freut mich, dass wir uns einig sind 🙂

  • Andreas Fuhrmann Antworten

    Danke! Sehr inspirierend

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