3 Ideen, wie Ihr Unternehmen sympathischer rüberkommt

Klebezettel mit fröhlichem und traurigen Smileys

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Menschen kaufen lieber bei Unternehmen, die ihnen sympathisch sind. Doch wie kann man als Unternehmen seinen Auftritt im Internet freundlicher gestalten? Drei Ideen.

Die meisten Unternehmen haben, wenn Sie zum Beispiel Ihre Website neugestalten, ein Ziel im Kopf: Sie wollen kompetent und professionell rüberkommen.

Das ist grundsätzliche keine schlechte Idee: Niemand will schließlich Kunde bei einem inkompetenten und unprofessionellen Unternehmen sein. Und trotzdem stellt sich der Kunde, wenn er eine Anbieterwebsite betrachtet, ob bewusst oder unbewusst, noch eine andere Frage: Habe ich Lust, mit diesen Leuten, diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten?

Sympathie ist im Marketing äußerst wichtig: Wir kaufen eben lieber bei Anbietern, die wir mögen. Bei Anbietern, deren Werte wir teilen. Bei Anbietern, bei denen wir das Gefühl haben: Die passen zu uns.

Um sympathisch rüberzukommen, hilft es natürlich, sympathisch zu sein. Aber es reicht nicht aus. Tue Gutes und rede darüber, lautet die Devise. Und daher habe ich Ihnen heute drei Ideen mitgebracht, wie Sie als Unternehmen sympathischer erscheinen können.

(Eine Warnung aber vorweg: Sympathie entsteht, wenn man etwas gemeinsam hat. Sympathie entsteht NICHT, wenn man vorgibt etwas zu sein, was man nicht ist. Überlegen Sie also, welche Ideen sowohl zu Ihnen als auch zu Ihren Kunden passen.)

Idee 1: Tue Gutes und rede darüber

Zeigen Sie, dass es in Ihrem Unternehmen um mehr geht, als nur ums Geldverdienen. Unterstützen Sie zum Beispiel eine Kindersportmannschaft? Spenden Sie einen Teil Ihres Umsatzes für einen guten Zweck? Beteiligt sich Ihr Team an einer Müllsammel-Aktion im Wald? Dann lassen Sie Ihre Kunden daran teilhaben: Posten Sie Bilder von Ihrem Einsatz auf Social Media, auf Ihrer Website oder schreiben Sie darüber in Ihrem nächsten Kundennewsletter. Oder fragen Sie bei Ihren Kunden nach: Welche Aktionen findet Ihr toll? Was sollen wir unterstützen?

Zwei Beispiele von Facebook

Eine Medien-Trainerin spendet 5 Prozent Ihres Umsatzes – und bekommt dafür viel positives Feedback:

Auf Facebook bekommt eine Unternehmerin positives Feedback

Ein Werkzeughandel unterstützt eine Mitarbeiterin bei ihrem sozialen Engagement:

Ein Werkzeughändler unterstützt seine Mitarbeiter bei ihrem Engagement

Idee 2: Sympathische Über-uns-Seite

Zeigen Sie auf Ihrer Über-uns-Seite, dass Sie ein tolles Team sind, das Spaß versteht.

  • Zum Beispiel mit humorvollen Fotos. Die Firma AC Motoren aus Eppertshausen macht es vor. Die Fotos auf der Website verändern sich, sobald Sie mit der Maus drüber fahren. Hier geht es zur Website (ganz nach unten scrollen).
  • Oder setzen Sie kleine Videos ein anstatt der üblichen Mitarbeiterfotos. Die Agentur Callies und Schewe aus Mannheim macht das richtig toll. Zur Website.
  • Haben Sie einen Firmenhund? Dann gönnen Sie ihm doch ein eigenes Mitarbeiterprofil. So wie die Personalberatung König aus Lübeck. Zur Website.
  • Eine weitere Idee: Stellen Sie alle Mitarbeiter mit einem kurzen, sympathischen Text vor. Gut gefallen hat mir etwa die Teamvorstellung des Malerbetriebs Renfordt aus Iserlohn. Die Texte sind nicht nur den Mitarbeitern gegenüber sehr wertschätzend. Sie zeigen auch: In diesem Betrieb geht es noch um etwas anderes als um Arbeit. Man kennt und schätzt sich. Zur Website.


Idee 3: Zeigen Sie Verständnis

Sympathie entsteht häufig durch gegenseitiges Verständnis. Wir mögen einfach Menschen, die, wenn uns zum Beispiel etwas nervt oder ärgert, mit einem zugewandten „Das kann ich gut verstehen“ begegnen.
Zeigen Sie daher Ihren Kunden, dass Sie deren Wünsche oder Probleme nachvollziehen können. Das funktioniert in fast jeder Branche.

Ein paar Beispiele:

  • Eine Steuerberaterin könnte texten: „Du hast so gar keine Lust, dich um deine Steuer zu kümmern, willst dem Finanzamt aber auch kein Geld hinterherschmeißen? Kann ich total verstehen. Zum Glück gibt es (vielleicht etwas komische) Menschen, wie mich, die total aufblühen, wenn sie sich mit Steueroptimierung beschäftigen. Ich mache das für dich.“
  • Ein Weddingplanner könnte texten: „Du willst am Tag deiner Hochzeit nicht darüber nachdenken müssen, ob der Fotograf pünktlich kommt und der Sekt kaltsteht? Sehr verständlich. An Deinem Hochzeitstag sollst du einfach nur jeden Moment genießen. Wir kümmern uns mit Liebe um den Rest.“

Ein Beispiel aus der Praxis ist das Unternehmen Hawotex aus Remscheid. Hawotex vertreibt Putzlappen an Unternehmen. In der Werbekampagne des Unternehmens geht es aber nicht darum, wie toll die Lappen sind. Das Unternehmen zeigt Verständnis dafür, dass die Kunden keine Lust haben, sich mit Putzlappen zu beschäftigen. Schauen Sie sich mal die Kampagne an. Sehr sympathisch, oder?

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