Arbeitsverträge müssen seit August mehr und konkretere Angaben enthalten. Auch Bestandsmitarbeiter können diese Informationen einfordern. Mit dieser Vorlage erfüllen Sie ihre Nachweispflicht leicht.

Vorlage

Nachweisgesetz: So erfüllen Sie Ihre neuen Informationspflichten

Am 1. August 2022 ist die Novelle des Nachweisgesetzes in Kraft getreten. Arbeitnehmer haben damit das Recht, konkrete Angaben zu den wesentlichen Bedingungen ihres Arbeitsverhältnisses zu erhalten. Das betrifft unter anderem Angaben zum Arbeitsort, zur Arbeitszeit, zu Pausenregelungen, zur Probezeit und zur Kündigung.

Dieses Recht gilt für alle Arbeitsverträge, die ab dem 1. August 2022 abgeschlossen werden – und auch für Verträge, die zwar vor diesem Stichtag geschlossen wurden, aber ab dem 1. August 2022 gelten.

Angestellte, die bereits vor dem 1. August 2022 in einem Betrieb gearbeitet haben („Bestandsarbeitsverhältnisse“), können ebenfalls einen solchen Nachweis verlangen. Dann müssen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ihnen ein Informationsblatt aushändigen, das den bestehenden Arbeitsvertrag mit zusätzlichen Angaben ergänzt. Geschieht das nicht, kann dies mit einer Geldbuße von bis zu 2000 Euro geahndet werden.

Die folgende Vorlage für ein solches Informationsblatt hilft Ihnen, den neuen Nachweispflichten nachzukommen. Gestaltet hat den Mustertext Isabel Hexel, Fachanwältin für Arbeitsrecht im Kölner Büro der Kanzlei Oppenhoff.

Der Download ergänzt den Artikel „Zurück ins Papierzeitalter“ aus dem impulse-Magazin (Ausgabe 09/22, ab Seite 50).

Für wen ist das sinnvoll?

Für alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die Angestellte haben.

Was bringt’s?

Verlangen Bestandsmitarbeiter von Ihnen einen schriftlichen Nachweis der wesentlichen Arbeitsbedingungen, haben Sie nur sieben Tage Zeit, um diesem Wunsch nachzukommen – egal, ob nur ein Mitarbeiter den Nachweis verlangt oder ob es 100 tun. Mit dieser Vorlage, die Sie individuell anpassen können, lässt sich die Frist einhalten.

Was kann ich damit machen?

Sie können die Vorlage an die Bedingungen in Ihrem Unternehmen und den jeweiligen Arbeitsvertrag anpassen. Individualisieren Sie dafür den Mustertext an allen Stellen, die rot markiert sind.

Anschließend können Sie das Dokument zweifach ausdrucken. Sie müssen beide Exemplare eigenhändig unterschreiben. Einen Ausdruck erhält der Arbeitnehmer für seine Akten. Auf dem zweiten Ausdruck sollte der oder die Angestellte eine Empfangsbestätigung unterzeichnen – diesen erhalten Sie dann für Ihre Unterlagen zurück.

Übrigens: Wenn Sie jemanden nach dem 1. August 2022 einstellen, müssen Sie kein zusätzliches Informationsschreiben anfertigen. Wenn der neue Arbeitsvertrag die wesentlichen Bedingungen des Arbeitsverhältnisses aufführt, wie es das Nachweisgesetz verlangt, und eigenhändig unterschrieben ist, ist dem Gesetz genüge getan.