Wie impulse 1980 startete

Es ist Freitag, der 5. September 1980, als das Magazin impulse erstmals erscheint. „Wahl ’80: Was der Mittelstand braucht“, titelt die Redaktion einen Monat vor der Wahl. „Skepsis gegen Schmidt.“ Ein Magazin speziell für Selbstständige und mittelständische Unternehmer: ein Novum in der deutschen Mediengeschichte. „Capital sagt Jungmanagern, wie man eine Gehaltserhöhung erstreitet. impulse sagt Unternehmern, wie man eine Gehaltserhöhung abwehrt“, grenzt der Vorstandschef des Hamburger Verlags Gruner+Jahr, Manfred Fischer, den neuen Titel vom Wirtschaftsmagazin „Capital“ ab. Das anfängliche Konzept: kleineren Unternehmern Nutzwert zu bieten und zugleich ihr Sprachrohr zu sein – „Magazin für die Wirtschaft“, so steht es damals auf dem Cover. Am Kiosk kostet das Heft 1980 damals bereits 8 D-Mark, ein stolzer Preis, im Abo 6,50 D-Mark. Der Launch des Unternehmertitels stellt sich schon bald als Erfolg heraus: Nach drei, vier Jahren schreibt impulse schwarze Zahlen. Herausgeber ist der Publizist Johannes Gross. Die Redaktion hat ihren Sitz fast 30 Jahre lang in Köln.

2009 legt Gruner + Jahr sämtliche Wirtschaftstitel zu einer Zentralredaktion in Hamburg zusammen: die „Financial Times Deutschland“, „Capital“, „Börse Online“, „Business Punk“ und impulse. Damals übernimmt Nikolaus Förster, zuvor Agenda-Chef der „Financial Times Deutschland“, die Chefredaktion. Vier Jahre später gelingt es dem Journalisten, den Titel im Zuge eines Management-Buy-outs aus Gruner + Jahr herauszulösen und mit dem impulse-Team einen eigenen Verlag zu gründen: die Impulse Medien GmbH. Der Titel, der über Jahrzehnte hinweg über Mittelständler schrieb, wird mit einem Mal selbst von einem Mittelständler herausgegeben.