© Paula Bartels

11:00 Uhr - Best Practice "Diversifizierer"

»Von der Häkelmütze zum Handarbeits-Allrounder«

Wie zwei Gründer einen Trend kreierten und mit kluger Diversifizierung weiterwachsen
Begonnen hat alles mit einem Ferienjob in Japan. Während ihres Studiums verbrachten Thomas Jaenisch und Felix Rohland vor sieben Jahren einige Wochen als Skilehrer in Asien. An den Abenden saßen sie mit 40 europäischen Skilehrer-Kollegen in einem Aufenthaltsraum und langweilten sich – bis eine der Kolleginnen ihnen das Häkeln beibrachte. Ihre ersten selbst gehäkelten Mützen verkauften sie noch in Japan während eines Kneipenabends an zwei australische Touristen. In dieser Nacht entstand auch ihr Plan: Wir gründen ein Unternehmen mit dem Namen myBoshi – meine Mütze. Zurück in Deutschland ließen sie sich eine Webseite samt Mützenkonfigurator bauen – einem Tool, mit dessen Hilfe jeder Kunde Wolle, Farbe und Muster seiner Mütze individuell zusammenstellen kann. Heute verkaufen Rohland und Jaenisch rund 20.000 Mützen pro Jahr. Parallel haben sie ihr Angebot immer stärker ausgebaut und bieten inzwischen unter anderem erfolgreich Handarbeitsbücher, Strick- und Häkelanleitungen sowie selbst entwickelte Wollsorten an. „Unsere Kernzielgruppe sind junge Kreative, die Spaß an individueller Handarbeit haben“, sagt Thomas Jaenisch. Auf der impulse-Wachstumskonferenz erzählen die beiden Unternehmer, wie sie ihre Produktpalette schrittweise erweitert haben und dabei enorm gewachsen sind.
 

Vita Thomas Jaenisch und Felix Rohland »

Thomas Jaenisch, Jahrgang 1984, und Felix Rohland, Jahrgang 1985, besuchten gemeinsam das Schiller Gymnasium in Hof. Jaenisch studierte von 2005 bis 2013 Wirtschaftsingenieurwesen und Business Administration, bevor er sich 2012 mit dem Handarbeitsunternehmen myboshi selbstständig machte. Nach seinem Lehramts-Studium und einem kurzen Ausflug in den Lehrerberuf, stieß 2013 auch Rohland als weiterer Geschäftsführer zu myboshi dazu.

Drei Fragen an Thomas Jaenisch und Felix Rohland

Was ist das Wachstumsrezept für Ihr Unternehmen?
Wir fragen uns und natürlich auch unsere Kunden, was sich der Kunde wünscht und versuchen dies in Ideen und Produkte umzusetzen.

Was halten Sie für den größten unternehmerischen Fehler, der beim Thema Wachstum gemacht wird?
Der größte Fehler ist in unseren Augen, auf die falschen Geschäftspartner zu setzen und dann, wenn man es merkt, zu lange mit ihnen zusammenzuarbeiten, statt sich schnell wieder zu trennen. Mit falschen Geschäftspartnern kann kein Unternehmen wachsen.

Was würden Sie jungen Gründern raten, die schnell wachsen wollen?
Begeistere andere von deinem Produkt.