© Sven Stelzel

14:30 Uhr - Best Practice "Zielgruppenspezialist"

»Aus der Nische zum Erfolg«

Wie ein Handwerker mit seiner Markenstrategie Jahr für Jahr mehr Wachstum erzielt
Um das Problem redet Sven Stelzel nicht lange herum: „Im Maler- und Lackiergewerbe kann man als Gründer nicht viel Geld verdienen.“ Allein in seiner Heimatstadt Esslingen gab es bereits 30 Malerbetriebe, als Stelzel sich vor sieben Jahren nach seiner Meisterprüfung selbstständig machen wollte. Von seinem Wunsch, eine eigene Firma zu gründen, hat ihn die Konkurrenz trotzdem nicht abgehalten, denn Stelzel machte etwas Entscheidendes anders: Er spezialisierte sich auf drei Nischen, für die er jeweils eigene Geschäftsbereiche aufbaute. Als „Doktor Spanndecke“ plant und konstruiert er Spanndecken, unter dem Slogan „endlich fugenlos“ erstellt er fugenlose Badezimmer und Böden, und unter dem Namen "Traumgestaltung“ bietet er hochwertige Malerarbeiten und im Winter Schimmelsanierungen an. Stelzel legte sich drei Fahrzeuge und drei Internetseiten zu – jede von ihnen mit eigenem Markenauftritt. Seine Firma mit heute rund 20 Angestellten ist mit seinen unterschiedlichen Geschäftsfeldern fast wie ein Konzern strukturiert. Auch als kleines Unternehmen hat er es geschafft zu diversifizieren, um unterschiedliche Kunden zu gewinnen und Risiken zu verteilen. Sein Umsatz wächst von Jahr zu Jahr. Nebenbei betreibt er einen Onlinehandel für Malerfarben. "Bricht eines meiner Standbeine weg, habe ich immer noch die anderen“, sagt Sven Stelzel.
 

Vita Sven Stelzel »

Sven Stelzel, geboren 1986 in der Nähe von Stuttgart, absolvierte zunächst die Ausbildung und die Meisterprüfung zum Maler, Lackierer und Betriebsmanager im Handwerk, bevor er 2009 mit 22 Jahren die Malerwerkstätte Stelzel gründete. Heute hat sich das Unternehmen mit 21 Mitarbeitern auf Malerarbeiten, Spanndecken und den Onlinehandel mit Farben spezialisiert.

Drei Fragen an Sven Stelzel

Was ist das Wachstumsrezept für Ihr Unternehmen?
Neue Märkte schaffen in „Bedürfnisbereichen“ unserer Lieblingskunden.

Was halten Sie für den größten unternehmerischen Fehler, der beim Thema Wachstum gemacht wird?
Keine oder zu geringe Planung.

Was würden Sie jungen Gründern raten, die schnell wachsen wollen?
Geht mal einen Tag lang Achterbahn fahren, so wird es sich anfühlen, wenn man einfach nur schnell wachsen will.