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»Umgang mit Risiken in Familienunternehmen«

Die schlimmste Folge von Management-Fehlern ist die Insolvenz. Wir beobachten jedoch auch Fälle, bei denen das risikoreiche Umfeld eines Unternehmens verantwortlich ist. Solche Fälle haben wir im Auftrag der Funk Stiftung untersucht. Viele Unternehmer müssen durch die zunehmende Internationalisierung mit mehr und höhere Risiken umgehen. Verantwortlich dafür sind die zunehmende Vernetzung mit Lieferanten und deren Einbindung in die eigenen Produktionsabläufe und Prozesse sowie die teils fehlende politische Stabilität in Beschaffungs- und Absatzmärkten. Dies erfordert ein Risikomanagement, dessen Ziele die Kapitalkostenminimierung und die Wahrung der Zahlungsfähigkeit sind. Neu für die Wissenschaft und die Praxis ist nun, die Erkenntnisse zum Risikomanagement mit jenen der Familienunternehmensforschung zu verknüpfen. So soll geklärt werden, ob Familienunternehmen generell widerstandsfähiger sind. Dazu haben wir Kennzahlen aus der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Unternehmen ausgewertet und daraus Grundsätze "guten Risikomanagements" entwickelt. Diese von der Funk Stiftung geförderten Forschungsmaßnahmen sollen neue Ansatzpunkte für die Wissenschaft liefern und Unternehmern praktische Hinweise für die Gestaltung ihres eigenen Risikomanagements geben.

Referenten:

  • Prof. Dr. Günther Strunk, Gründer und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Instituts für Familienunternehmen
  • Prof. Dr. Stefan Prigge, HSBA Hamburg School of Business Administration, Hendrik Löffler, Vorstandsvorsitzender der Funk Stiftung
  • Dipl.-Betriebswirt Hendrik F. Löffler, Vorstandsvorsitzender der Funk Stiftung

Profil Referenten und Funkstiftung »

250_prof.-strunkProf. Dr. habil. Günther Strunk ist seit 2015 Partner und Steuerberater bei BWLS Strunk Stoffersen Partnerschaft mbB und leitet seit 2011 das Hamburger Institut für Familienunternehmen (HIF).

 

250_prof.-priggeProf. Dr. habil. Stefan Prigge ist hauptamtlicher Professor für Unternehmensfinanzierung und Unternehmensrechnung an der HSBA Hamburg School of Business Administration. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Corporate Governance, Familienunternehmen und Profifußballclubs (jeweils mit Schwerpunkten in Finanzierung und Corporate Governance).

 

250_loefflerDipl.-Betriebswirt Hendrik F. Löffler ist Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Funk Stiftung sowie Geschäftsführer der Funk Risk Consulting GmbH und Prokurist bei der Funk Gruppe in Hamburg. Als Referent und Moderator engagiert er sich für das Thema Risikomanagement ebenso wie als nebenberuflicher Dozent und als Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen. Bevor er im Jahr 2002 seine Tätigkeit bei der Funk Gruppe aufnahm war er für 7 Jahre bei einer angloamerikanischen Industrieassekuranz im Bereich der Akquisition und Großkundenbetreuung tätig. Herr Löffler studierte an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Betriebswirtschaftslehre mit dem Fachschwerpunkt Versicherungswirtschaft und strategisches Management.

 

Funk Stiftung: Planungssicherheit und ein umfassendes Verständnis von Risiken und Chancen sind und bleiben hochaktuelle Themen bei der Zukunftsgestaltung. Unsere Befassung mit den Kernfragen des Risiko- und Versicherungsmanagements haben uns dafür sensibilisiert. Wir wollen mit den Fördermitteln der Funk Stiftung dazu beitragen, das Bewusstsein für einen methodischen und analytischen Ansatz der Risikobeurteilung und Bewältigung weiter zu entwickeln. Risiken sind ein allgegenwärtiges und entscheidendes Phänomen unseres Alltags. Immer neue exogene aber auch endogene und bislang unerkannte Risiken und Wirkungszusammenhänge haben die “Halbwertzeiten” unserer Erkenntnis im großen Feld des Risikomanagements signifikant reduziert. Forschung und Bildung sind hier gefordert, dieser Dynamik zu begegnen und sollen helfen, die meist komplexen Risiken besser zu verstehen und zu beherrschen. Kultur ist eine identitätsstiftende, gesellschaftliche Materie, die uns mit ihrer Vielfalt bereichert. Leider findet diese Vielfalt häufig ihre Begrenzung in Aspekten der Wirtschaftlichkeit. Das ist zu bedauern, weil hier Kräfte schlummern, die bereichernd sind, die aber nur im Wege der Förderung aktiviert werden können. Auch hier will die Funk Stiftung gezielt Projekte angehen und Talente entdecken helfen, die der kulturellen Vielfalt dienlich sind.